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Ayaz-Kala gilt als eine der spektakulärsten Festungen des vergangenen Choresm. Die ältesten Bauten datieren in das 4. Jh. v. Chr. Die gesamte Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte in drei Stufen auf und um den östlichen Ausläufer des Sultanuizdag-Bergrückens erbaut. Ayaz I, der älteste und nie vollendete Komplex, liegt erhaben auf einem roten Felsen. An der Basis des Ausläufers sind die Ruinen von Ayaz III zu sehen. Von dort führt eine lange abgestufte Rampe zu Ayaz II hinauf.

Ayaz II gleicht in seiner Gestalt und Funktion Chilpyk-Kala. Die untere Ebene dieses Monumentes aus Lehm sowie das angrenzende Flachland waren jedoch besiedelt. Für den Bau dieser Anlage wurde ein Hügel aufgeschüttet, der allmählich versteinerte.
Wir steigen das Gebäude hinauf. Ein Durchgang in der Lehmwand lässt uns die obere Ebene betreten. Mit einem Gefühl, wie durch ein Tor geschritten zu sein, drehen wir uns noch einmal um und erkennen aus unserer Perspektive der Betrachtung zwei riesige Gesichter, die unseren Eingang bewacht haben. Okjabr ist sehr erstaunt, denn selbst die Archäologen hatten sie bis jetzt nicht wahrgenommen! Die Gesichter wirken Ehrfurcht erweckend, besitzen einen geradezu prüfenden Blick. Tief beeindruckt von diesen allwissend erscheinenden Zeitzeugen, scheinen wir für einen Moment die Welt um uns herum zu vergessen. Wir taufen sie die "Wächter der Zeit". Wie lange mögen sie auf ihre Entdeckung gewartet haben?
Die Lehmschicht, auf der wir uns bewegen, ist teilweise durch Erosion dergestalt abgesenkt, dass an manchen Stellen die Decke der darunterliegenden Ebene sichtbar wird. Am liebsten würden wir in die Senken hineinkriechen, um festzustellen, ob sich durch die Bruchstellen nach unten sehen lässt. Es ist kaum vorzustellen, dass hier noch wenig erforschte Räume existieren.
Wir bleiben lange an diesem Ort, spüren seine energetische Kraft. Mit großen Steinen verewigen wir das Heilige Tetragrammaton JHWH auf den Lehmgrund. Oktjabr, ein Moslem, der die Bibel kennt, hilft uns beim Sammeln der Steine. Sichtlich bewegt, reiht auch er sich in unseren Kreis, als wir ein Gebet zu sprechen beginnen.

Aus den Ruinen am Fuß des Kalas ragt ein Gebäude hervor. Wir steigen hinab, um die ehemalige Tempelstätte aus der Nähe zu betrachten. Oktjabr berichtet, dass hier der zoroastrischen Religion entsprechende Feueraltäre gefunden wurden. Des weiteren viele gleichgroße Platten, auf denen jeweils unterschiedliche Symbole abgebildet waren. Noch heute weist der Tempel auf seine ursprüngliche Form einer Pyramide hin. Gibt es einen schöneren Platz für eine Meditation?

Auf dem Weg zu Ayaz I klärt uns Oktjabr über einige eigentümliche Wüstengewächse auf.
Ayaz I wurde sehr aufwendig auf dem Gipfel eines Felsens erbaut. Als wir die Anlage erreichen, müssen wir zunächst einen Vorhof passieren, der wie ein Labyrinth angelegt ist, um in den Innenbereich zu gelangen. Von hier oben haben wir einen einmaligen Ausblick weit in die Wüste hinein, erspähen in der Ferne weitere Kalas und einen See, dessen Salzkonzentration dermaßen hoch ist, dass seine Oberfläche zuweilen mitten in der Wüste wie eine Eisschicht zu schimmern beginnt. Dieses Bild passt zu dem Namen "Ayaz", der übersetzt "Kälte" bedeutet und der gefühlten Temperatur, denn der Wind ist eisig. Wir wärmen uns mit Gedanken an den Tempel samt Feuerstätte an der Basis auf. Oktjabr führt uns durch etliche Gänge, Nischen und über gewölbte Decken zu einer Stelle des 2,7 Hektar umfassenden, rechteckigen Areals, von der aus wir wunderbar auf Ayaz II und Ayaz III hinabblicken können.

Vieles scheint hier im Zeichen der "Drei" zu stehen: So ist Ayaz-Kala eine Anlage, die aus drei einzelnen, aber dennoch zusammenhängenden Teilen besteht und überdies die dritte historische Stätte, die wir am Tag des 03. Oktober erforschen.
In Gedanken verfolgen wir noch einmal unsere Reise nach Karakalpakstan, die uns zunächst nach Kungrad führte, dem Ort der Verbindung von Ost und West. Kungrad und Nukus, die Hauptstadt Karakalpakstans, waren unsere Ausgangspunkte zur Erkundung der Wüstengegend. In diesem Gebiet grenzen drei, sogar farblich zu unterscheidende Wüsten aneinander. Die Wüste, sei bemerkt, wird schon in der Bibel als eine Metapher für die Seele des Menschen verwendet. Die "Drei" ist ein Symbol für die göttliche Trinität, die uns lehren will, über die begrenzte Welt der Dualität hinauszuwachsen.


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