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Neue Archäologie Ära?

In den zentraleuropäischen Gebieten von Deutschland, Österreich sowie der Slowakei sind in der näheren Vergangenheit diese gewaltigen, kugelförmig angelegten Kultstätten ausgegraben worden. Basierend auf diesen Forschungsergebnissen ließen sich vergleichbare, aber bisher noch nicht genau zuzuordnende Luftbilder von Anlagen in diesen Gegenden, neu einordnen. Archäologischen Überlegungen zufolge sollen Hunderte solcher frühen Kultstätten im Umkreis von 1000 Kilometern erbaut worden sein und zwar in Gebieten des heutigen Österreich, der Tschechischen Republik, Deutschland (Bayern und östliche Gebiete) sowie der Slowakei. Jedem dieser Heiligtümer wir ein Radius von 150 Metern zugeordnet, erbaut wurden sie in etwa zwischen 4600 und 4800 v. Chr.

Innerhalb des heutigen Stadtkerns von Dresden ist eine der bisher umfassendsten Anlagen freigelegt worden – zwei Barrikaden, drei Erdwälle sowie vier Gräben bildeten die Umgebung dieser Kultstätte.
Es lässt sich für eine solch enorme historische Kultstätte feststellen, dass sie rund 300 Jahre vor den frühesten prähistorischen Bauten im Nahen Osten entdeckt wurde. Es handelt sich hierbei um eine gewaltige Plattform-Kultstätte der Ubaiden-Kultur Mesopotamiens, die ca. 4500 v. Chr. entstanden ist. Weitere 150 Anlagen waren bisher nur in Zentraleuropa entdeckt worden.
Diese revolutionären Entdeckungen werden vermutlich die bisherigen Erkenntnisse über die Neusteinzeit Europas verändern. Die anfängliche Entstehung landwirtschaftlicher Zivilisationen im Zentrum des Kontinents ist der Grundstein für eine anschließende Phase der Konsolidierung und des Aufbaus in der die Bauten entstanden.
Eventuell sind die in jüngster Zeit entdeckten jungsteinzeitlichen Bauwerke ein Ergebnis der Expansion und Konkurrenz zwischen neu entstandenen Bevölkerungsgruppen, die wahrscheinlich die frühesten europäischen Zwergstaaten begründeten.
Ein vergleichsweise kurzer Zeitabschnitt von 100 – 200 Jahren beendete die Ära der Fertigstellung solcher Anlagen, begründet entweder auf fehlendem Bedarf oder mangelnder sozialpolitischer Befähigung. Es wurden jedenfalls keine Heiligtümer solchen Ausmaßes mehr bis zur Mittleren Bronzezeit (ca. 3000 Jahre später) errichtet. Fragen nach der Ursache des Untergangs dieser außerordentlichen Kultur blieben bisher unbeantwortet.

Aus der archäologischen Erforschung dieser steinzeitlichen Kultstätten haben sich seit einiger Zeit weitere wichtige Fragen gestellt:


Die Baumeister haben im antiproportionalem Verhältnis zum Radius die Breite bzw. Tiefe eines jeden Grabens ausgehoben, um den Rauminhalt (und somit auch die Arbeitszeit) auf einem konstanten Niveau zu halten.
Wahrscheinlich haben zeremonielle Ansprüche an eine Art religiösen Kalender zu diesen strukturierten und durchgeplanten Ausgrabungsarbeiten geführt, so die These. Dazu bedarf es einer festgelegten Anzahl und Qualität an Arbeitern in einem festen Zeitkorridor.

Die Anordnungen von Banken, Gräben uns Palisaden in den Anlagen lassen nicht auf einen evtl. Verteidigungszweck schließen. Eher anzunehmen ist es, dass einfache Mitglieder des Stammes keinen Einblick in diese geheimnisvollen und ehrwürdigen Riten bekommen sollten, die im innersten Heiligtum ausgeführt wurden. Aus den weiteren Resultaten der Forschung lässt sich festhalten, dass das Ende der Nutzungsperioden diese Kultstätten mit einer Art speziellem Brauchtum besiegelt wurde. Dazu wurden, in der Reihenfolge des Erbauens, die Gräben wieder aufgefüllt.
Der Ausgrabungs- und Untersuchungsleiter Harald Stäuble (sächsisches Landesamt für Archäologie, Dresden) weist auf die umfassende Vision sowie den Erfindungsreichtum dieser frühzeitigen landwirtschaftlichen Bevölkerungsgruppe hin. Im europäischen Raum hat es wohl keine früheren, so komplexen und umfangreichen Ausgrabungsarbeiten gegeben.


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