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Spendenaktion

Wir wollten Usbekistan nicht verlassen, ohne einen eigenen Beitrag an humanitärer Hilfe zu leisten. Dabei stand uns Natalja Abdulajeva jederzeit wie ein helfender Engel zur Seite.

Sie ermöglichte uns den Besuch eines Internats mit teils verwaisten, blinden oder stark in ihrem Sehvermögen eingeschränkten Kindern.
Nach dem Vorschlag, direkt etwas für die Kinder zu besorgen, entschieden wir kurzerhand, auf dem Bazar in Nukus Kleidung und Süßigkeiten einzukaufen.

Doch schon der Währungswechsel erwies sich als problematisch und wäre ohne Ihre Hilfe fast nicht zu bewerkstelligen gewesen. Sie kontaktierte einen Firmenchef, der mehr Bargeld bereit liegen hatte als die hiesige Bank. Man stelle sich vor, dass schon einhundert Euro umgerechnet nahezu zweihunderttausend usbekische So`m ergeben. So gesehen fuhren wir mit einem "millionenschweren" Beutel (!) voller Geldscheine endlich los.

Natalja begleitete uns auf den großen Bazar. Sie kannte die meisten Stände, handelte die Preise aus und konnte uns gut beraten. Bei den riesigen Mengen, die wir einkauften, verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Nachricht, dass "Amerikanski" da wären, um für Waisenkinder zu spenden. Die Situation war zwar etwas skurril, aber dennoch rührend, weil uns daraufhin alle weiteren Verkaufsstände mit einem Rabatt unterstützten. Kinder kamen mit Rollwagen für den Transport der vielen gefüllten Taschen herbeigeeilt. Am Ende waren wir selbst über die Menge an qualitativ guter Kleidung erstaunt, denn im Verhältnis zu Deutschland konnten wir hier wesentlich mehr für einen umgerechnet gleichwertigen Betrag erwerben.

Nach dieser lange andauernden Unternehmung musste Natalja sich leider von uns verabschieden. Sie übergab uns in die Hände eines jungen usbekischen Studenten, der als Übersetzer tätig werden sollte. Bisher konnten sich einige von uns mit den Einwohnern auf Russisch verständigen. Heranwachsende Generationen sprechen aber mittlerweile ausschließlich Usbekisch oder, wie in diesem Fall, die regionale Landessprache Karakalpakisch.

Als wir im Internat ankamen, war unser Besuch natürlich schon längst angekündigt worden und die Kinder begrüßten uns mit einem Willkommenslied. Die Zustände im Internat konnten wir in diesem Rahmen nicht einschätzen. Der erste Eindruck war jedoch besser als erwartet. Mit Hilfe der Erzieher liefen wir vollbepackt durch mehrere Gänge und Räume, bis wir schließlich in eine Art Aula gelangten, in die alsbald auch die Kinder hineingeführt wurden.
Der usbekische Student begrüßte sie in unserem Namen und erklärte ihnen unser Anliegen.

So gut es ging, verteilten wir die Kleidung und zwischendurch auch Süßigkeiten, die laut Natalja eine besondere Überraschung für die Kinder seien, denn die meisten würden sie kaum oder nur vom Hörensagen kennen. Eine Weile brauchten wir, um zu merken, dass einige Schelme immer wieder aufzeigten, ihre Hände hervorstreckten und die erneut ausgeteilten Süßigkeiten strahlend in ihre Hosentaschen wandern ließen.

Uns ist selbstverständlich bewusst, dass dieser Beitrag an humanitärer Hilfe angesichts der Probleme dieses Landes nur gering sein kann. Nach unserem Empfinden war es der gute Anfang einer Hilfe, die wir auch in Zukunft weiterzuführen gedenken. Mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand lassen sich beispielsweise einfachste, die Lebensqualität der Kinder aber erheblich verbessernde Operationen durchführen. Dank Nataljas Hilfe wissen wir, dass unsere Spenden in vollem Umfang bedürftigen Kindern zugute kommen.


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