StartseiteSitemapForumArchäologieArkaimStonehengeAstroarchäologieWissenschaftKozyrevHumanitär ...

Arkaim:

Sonnen- und Mondkalender

Observatorium Arkaim

Himmelskreis und Erdenkreis

Radial-konzentrischer Grundriss

Arkaim Reisetagebuch

Arkaim - Berg Schamanka

Berg der Weisheit

Astroarchäologische Reise nach Arkaim

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Wir über uns

Haftungsausschluss

Der Berg der Weisheit oder auch der Mind-Spektra-Berg

Diesen Namen haben wir einem Berg in Arkaim gegeben, den wir vom Berg „Schamanka“ aus schon gesichtet hatten in der Ferne. Eigentlich heißt er ja „Berg des Verstehens bzw. „der Vernunft“, aber uns schien der Name „Mind Spectra“ im Areal vom sagenumwobenen Arkaim passender zu sein, vor allem nachdem wir ihn besucht hatten und seine Besonderheiten kennen lernen durften.
Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg. Ganz genau wissen wir nicht, wo es lang geht. Wir verlassen uns mal wieder ganz auf unseren Fahrer und geben die grobe Richtung vor.
Irgendwann verlassen wir die Asphaltpiste und durchqueren die Steppe auf ausgewaschenen Sandwegen. In der Regenzeit ist hier kein Durchkommen, wir würden im Schlamm stecken bleiben. Wir haben Glück und kommen im zügigen Tempo voran, das Wetter ist gut, es weht ein kräftiger Wind.
Der Berg liegt wesentlich weiter weg als vermutet, wir fahren also eine ganze Weile.
Dabei durchqueren wir auch einen Flussarm; tiefer hätte das Wasser hier nicht sein dürfen sonst hätte unser Wagen einen kleinen Schwimmkurs machen müssen.

Andrej, unser Fahrer, meistert auch diese Situation gut und besonnen und freut sich über unseren Applaus.
Unser Berg rückt näher und wieder mal gibt es ein Durchfahrverbot. Ein ganz kleines Stück fahren wir aber doch weiter und dann wird grundsätzlich das Betreten verboten.
Wir steigen aus und gehen den Rest des Weges zu Fuß. Wieder mal kann niemand von uns das russische Schild lesen!
Der Wind hat an Stärke zugenommen und, während wir den Berg hochsteigen, nimmt er stetig weiter zu.
Es ist ein kühler heftiger Wind, so das wir uns doch wärmer anziehen müssen. Wer ein Tuch hat, wickelt es um seinen Kopf. Oben auf dem Gipfel stürmt und braust es so stark, das man sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Der Wind wirbelt Sand und Sträucher herum. Wir müssen unser Gepäck gut festhalten, es würde sonst sofort wegfliegen. In der Ferne entwickelt sich eine Sandhose über Arkaim, es ist ein gewaltiger Sandsturm, der sich das in den Himmel erhebt. Dazu scheint die Sonne durch dieses Windgebilde, ein faszinierender Anblick. Aber wen wundert es, singen wir doch gerade das Lied “Layuesh“ gegen den Sturm an.
Auf dem Berg gibt es überall festgebundene Tücher und Bänder. Auch „der Mind-Spectra“ wird von vielen Menschen besucht und von den Schamanen aufgesucht.
Die Steine die wir hier zusammentragen für unser Tetragrammaton JHWH sind alle wie geschliffen. Der Wind scheint hier stetig vor Ort zu sein, sonst gäbe es all diese glatten Steine nicht. Wir bilden einen Kreis und sprechen ein Gebet.
Die Worte kann man nur erahnen, der Wind ist dermaßen heftig, das wir uns gegenseitig festhalten. Tatjana und ich sind als Fliegengewichte hier wirklich arg gefährdet. Aber eigentlich wäre so ein Flug über den „Mind-Spectra“ gar nicht mal so übel, oder?
Ein weiteres Lied würden wir gerne singen, aber man muss schon schreien um das Sturmgetöse zu überbieten. Wir bleiben still und lassen den Wind durch uns durchgehen.
Nachdem der Wind „Ruach“ uns wirklich gut durchgepustet hat, die Gedanken geklärt sind, treten wir den Rückweg an.
Dabei reißt es die Mütze von Alexanders Kopf weg, fröhlich macht sie sich auf mit dem Wind. Da war wohl noch eine Stelle auf seinem Kopf die unbedingt auch noch von „Ruach“ berührt werden sollte.
Beim Abstieg finden wir die Mütze dann sogar noch wieder, sie hängt an einem Strauch fest, der mit vielen bunten Bändern bestückt ist.
Mit jedem Meter nach unten lässt der Wind nach und als wir am Auto ankommen, ist es absolut windstill. Eine merkwürdige Stille umgibt uns jetzt, beschreiben kann man das nicht.
Es ist nicht unangenehm, fast schein es, als sollten wir diese Stille nun auskosten. Niemand spricht, alle steigen in den Wagen und erst nach einigen Metern beginnen wir, uns aus den Jacken und Pullovern zu schälen, die zerzausten Haare zu richten und den Sand aus dem Gesicht zu streichen.
Dieser Berg hält uns noch eine ganze Weile still und als wir während der Rückfahrt auch noch durch ein brennendes Feld fahren müssen, ist allen klar: auch dieser Berg ist etwas ganz Besonderes!!

Der „ Mind-Spectra-Berg liegt auf dem Areal von Arkaim an einer Außenposition, das heißt, dieser Berg liegt auf unserer Gitterzeichnung in einem Bereich, der erst überwunden werden muss um zu den anderen Erhebungen zu kommen. Durch seine Position wird die enorme Windgeschwindigkeit begünstigt. Die Windstille am Fuße der Erhebung ist wie ein Trugschluss; der Aufstieg ist beschwerlich und lässt sicher manchen zurückkehren ohne den Gipfel erreicht zu haben. Derjenige, der es trotzdem geschafft hat und nicht zurückschreckte vor dem Ausmaß des Windes auf dem Gipfel, sich nicht beirren ließ durch Naturphänomene rund um diesen Berg, hat am Ende eine wahre Bereicherung erfahren.

Vielleicht war bei der Errichtung des Zentrums von Arkaim ganz bewusst auf diese Komponente gesetzt worden, nämlich vor dem Ziel erst die Hürden zu überwinden.
Nicht von ungefähr gab man dem Berg den Namen „Berg des Verstehens“.
Wir haben das Verstehen mit Wissen verbunden und damit gleichzeitig das „Buch des Wissens“, Die Schlüssel des Enoch“ von Dr. J.J. Hurtak in Beziehung gebracht.
Enoch ist der Siebte nach Adam in der biblischen Geschichte und er lehrt uns, dass der Verstand ohne das multidimensionale Verstehen nur einen sehr begrenzten irdischen Verstand ausmacht.
Wir können den Berg also auch den „Berg Enochs“ nennen; schöpfen wir doch aus seinem Buch das Wissen, um die Begrenztheit des menschlichen Denkens aufzuheben.
Eine Verknüpfung von Mind-Spectra und Enoch hat für uns an diesem Berg stattgefunden.


© Mindspectra