StartseiteSitemapForumArchäologieArkaimStonehengeAstroarchäologieWissenschaftKozyrevHumanitär ...

Arkaim:

Sonnen- und Mondkalender

Observatorium Arkaim

Himmelskreis und Erdenkreis

Radial-konzentrischer Grundriss

Arkaim Reisetagebuch

Arkaim - Berg Schamanka

Berg der Weisheit

Astroarchäologische Reise nach Arkaim

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Wir über uns

Haftungsausschluss

Der radial-konzentrische Grundriss
Auffällig ist, dass die in der Anlage codierten Zahlen 9, 27 und 72 offenbar im Grundriss sowie in der radialen Struktur durchweg hervorgehoben werden!

Das Observatorium Arkaim bestand aus zwei ineinander liegenden konzentrischen Kreisen mit einer zentralen Fläche bzw. Plattform in ihrer Mitte. An den Innenflächen dieser beiden Kreise waren insgesamt 72 Räume angeordnet, die größtenteils eine Längswand miteinander teilten und als radiale Scheidewände zur Winkelberechnung dienten. Die Anlage wird zur Orientierung in vier Sektoren aufgegliedert: Der Nordost-, der Ost-, der Südwest- und der lineare Nordwest-Sektor. Die gesamte Anzahl der Räume in der Konstruktion kann folgendermaßen ermittelt werden: Die Fläche des inneren Kreises war vollständig von 27 eng aneinander gebauten Räumen eingenommen. Weitere 27 Räume des äußeren Kreises werden in drei Gruppen auf die ihnen jeweils hauptsächlich zuzuordnenden Sektoren Nordwest (8) Nordost (9) und Südwest (10) zusammengefasst. 14 Räume befanden sich vornehmlich im Ostsektor. Es gab 2 Räume, die mit zwei Ein- bzw. Ausgängen verbunden sind und zwei nicht standardmäßige Räume: 27+27+14+4 = 72.

Arkaim-radialkonzentrischer Grundriss

Der radial-konzentrische Grundriss von Arkaim


Die Räume des inneren Kreises lassen besonders gut erkennen, dass die Linien trapezförmig zur zentralen Fläche hin verliefen. Die Räume maßen in etwa 110-118 Quadratmeter, waren jeweils in drei Teile aufgegliedert und dienten zudem als Behausungen. Der innere Kreis wurde vermutlich vornehmlich von Priestern, der äußere hauptsächlich von den Handwerksfamilien bewohnt.Darüber hinaus verfügte die Anlage in jedem Sektor über ein Haupttor, doch nur das Westtor war breit (4-5 m) und führte auf eine Ringstraße, die zwischen beiden Kreisen verlief. Die anderen Tore führten in enge und lange Labyrinthe innerhalb der Radialmauern.

Besondere Ergebnisse im Rahmen der astroarchäologischen Erforschung
Für die astroarchäologische Auswertung wird der große Eingangsbereich im Westsektor aufgrund seiner besonderen Bedeutung als „leerer“ Sektor zu den vier Sektoren hinzugezählt. Auf diese Weise werden 9 Teile der Konstruktion ermittelt: Die zentrale Fläche, die innere Kontaktzone, der innere Kreis, die äußere Kontaktzone und 5 Sektoren im äußeren Kreis.

Mikromagnetische Aufnahmen rekonstruierten, dass die zentrale Fläche bzw. Plattform keine, wie vielfach beschriebene abgerundete quadratische Fläche war, sondern eine klare ringförmige Begrenzung aufwies und sozusagen den „innersten“ Kreis erstellte. In der Konstruktion des inneren Kreises gab es anhand der Aufnahmen nur ein auffallendes Detail und zwar ein Durchgang, der bis auf die zentrale innerste Fläche bzw. Plattform führte. Es gab keine anderen Durchgänge in das Zentrum der Anlage; er war kompliziert und interessant eingerichtet, konnte jedoch nicht ausgegraben werden.

Praktische Messungen wiesen nach, dass der äußere Kreis nur in der östlichen Hälfte eine wirkliche Kreisform beschreibt. Darüber hinaus bildet der äußere Kreis einen geometrischen Mittelpunkt, der nicht mit dem Mittelpunkt des inneren Kreises übereinstimmt. Er befindet sich mit dem geometrischen Mittelpunkt des inneren Kreises auf einer Parallele, jedoch 4,2 m weiter östlich. Aus diesen Ergebnissen resultieren interessante Zahlenverhältnisse: In der östlichen Hälfte des äußeren Kreises wird ein Radius von 72 m ermittelt, gemessen von seinem Mittelpunkt bis zur inneren Kontur der umgebenden Wand. Die Stärke der umgebenden Wand (an der Basis gemessen) ergibt ebenfalls 4,2 m. In der westlichen Hälfte, dort wo sich der nordwestliche lineare Sektor und der leere Sektor befinden, beträgt der Radius des äußeren Kreises bis zur äußeren Kontur der umgebenden Wand wiederum 72 m. Derselbe Kreis weist hier vom Mittelpunkt des inneren Kreises aus gemessen ebenfalls einen Radius von 72 m auf!

Innerhalb der geometrischen Berechnung wurde deutlich, dass sich die radialen Strukturen des inneren und äußeren Kreises wesentlich voneinander unterscheiden. Um dies zu erkennen, ist es notwendig, die Linien der räumlichen Scheidewände zum Zentrum hin zu verlängern. Dabei zeigt sich, dass der größte Teil der Linien des inneren Kreises durch das Zentrum verlaufen, während die Linien des äußeren Kreises das Zentrum nicht einmal berühren, sich dennoch in einigen Berührungspunkten treffen. Die geometrische Analyse ergab weiterhin, dass insgesamt 9 Winkel 27 Scheidewände beschreiben.

Astrometrische Schlussfolgerung
Im Folgenden sollen vorerst nur einige astrometrische Schlussfolgerungen der Arkaim-Konstruktion kurz aufgeführt werden.

Der ermittelte Radius des äußeren Kreises von 72 m führt in dem präzisen Koordinatensystem der Anlage zur Herausbildung eines eigenen, nach Arkaim benannten ar-Grades: Der Radius von 72 m errechnet ein lineares Maß für die Abbildung der Winkelentfernungen vom Pol auf die Sphäre, auf Breitengrade übertragen. Dieser lineare Grad von 0,8 a° (72 m : 90° = 0,8 m) erhält in der gesamten Konzeption eine außerordentliche Bedeutung.

Die Geometrie der Anlage, die zwei Mittelpunkte und ihr Linienabstand von 4,2 m führen zu dem Ergebnis, dass der Mittelpunkt des inneren Kreises den Pol der Ekliptik und der Mittelpunkt des äußeren das Zentrum der lunaren Orbit bestimmt. Die Entfernung zwischen den Mittelpunkten äußert die Neigung der Mondumlaufbahn. Die Neigung der Mondumlaufbahn beträgt 4,2 m / 0,8 = 5,250 = 5°15'.

In dem Ring der zentralen Fläche tritt im ekliptischen Koordinatensystem die Trajektorie des nördlichen Himmelspols in der Bewegung der Präzession ein. Die Periode seiner Umlaufzeit um den Mittelpunkt des Systems beträgt nach alter Tradition 25920 Jahre. 1° steht für 72 Jahre (360° х 72 = 25920 Jahre). Die Lage des Himmelspols konnte zu jedem beliebigen Jahr des laufenden Zyklus gefunden werden.


© Mindspectra