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Choresm

Das altertümliche Choresm war einst eine der größten Oasen im wüstenhaften Tiefland Zentralasiens. Es befand sich südlich des Aralsees, am unteren Amudarja, im Grenzgebiet der heutigen Staaten Usbekistan und Turkmenistan. Die Gegend ist zurzeit als der goldene Ring des antiken Choresms im gegenwärtigen Karakalpakstan bekannt. Unter der Befehlsgewalt wechselnder Herrscher dehnte es sich in vergangenen Zeiten sporadisch weit über dessen Grenzen hinaus aus. Eine moderne, administrative Region am westlichen Ufer des Amudarja trägt immer noch den Namen Choresm.

Ursprünglich entstand Choresm aus den Schmelzwassern des Amudarja. Der einst so mächtige Strom und Zufluss des Aralsees durchquerte das gesamte Gebiet des antiken zentralasiatischen Bereichs. Durch seine unermessliche Kraft und Stärke, war er die Quelle einer ehemals blühenden Fischindustrie und einem gut ausgebauten Netzwerk von Bewässerungssystemen. Er nährte durch den damit verbundenen Obst-, Wein- und Getreideanbau das gesamte Land. Sein klangvoller Titel „Lebensblut Choresmiens“ passt zu dem zeitweise immensen wirtschaftlichen Wachstum und der überaus starken Ausdehnung dieser Region zu bestimmten Epochen.

Heute ist der Amudarja nur noch ein Schatten seiner ehemaligen Pracht. Die Städte, die sich entlang seines Ufers ansiedelten, bedienen sich beharrlich seines Wassers. Ein sehr hoher Anteil wird dabei für die Bewässerung der unaufhaltsam anwachsenden Baumwollfelder verwendet. Zu einem ökologischen Drama erwächst diese Situation, da die von der Baumwollindustrie verwendeten Pestizide das Wasser stark verunreinigen.
„Das Lebensblut Choresmiens“ scheint in der heutigen Zeit langsam zu versickern und seine existentielle Kraft zu verlieren.

Entlang seiner Ufer bildeten sich einst archäologisch bedeutsame Stätten, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel bis heute nur in einem sehr kleinen Rahmen erforscht werden konnten.
Die frühesten Ansiedlungen waren Lagerstätten einfacher Fischer aus der Steinzeit, Jungsteinzeit und dem Bronzezeitalter. Das älteste Denkmal wurde 6000 v. Chr. entdeckt, der einfache Lebensstil der Jäger bis in das 7. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen.

Die Wurzeln einer gleichnamigen Zivilisation können bis ins Neolithikum zurückverfolgt und ihre Existenz bis 1300 n. Chr. nachgewiesen werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung einer eigenen Sprache mit aramäisch verwandten Schriftzeichen, die auf ca. 200 v. Chr. datiert wurde, vermutlich jedoch bereits viel früher existierte.

Als frühes Zentrum zoroastrischer Religion wird Choresm bereits in der Avesta, dem heiligen Buch des Zoroastrismus erwähnt. Dieser religiöse Einfluss konnte in vielen „Kalas“ angesichts der durchgeführten archäologischen Ausgrabungen bestätigt werden. Hier wurden Stätten für ein ewig brennendes Feuer gefunden, die dem zarathrustischen Feuerkult zugeordnet werden.

Durch die moderne Archäologie, die Dank des russischen Archäologen S.P.Tolstov ins Leben gerufen wurde, konnte der Nachweis einer hoch entwickelten Kultur erbracht werden. Die darstellende Kunst in Form von Malerei und originellen Monumentalbauten, ist Ausdruck des herausragenden handwerklichen Geschicks der damaligen Zivilisation.

In dem „mittelasiatischen Ägypten“ befinden sich bis zu 300 verschiedene „Kalas“, unzählige Paläste und Sehenswürdigkeiten, die an die atemberaubende Schönheit und Einzigartigkeit der Pyramiden und Tempel Ägyptens erinnern. Eine Vielzahl von Legenden kreisen um die hohe Anzahl der „Khans“, „Schahs“ und „Herrscher“ verschiedener Epochen und versetzen den Besucher in ein Land von Mythen, Sagen und Märchen aus 1000 und einer Nacht.

Seine Blütezeit erlebte das alte Choresm unter dem Einfluss der Choresm Schahs. Seine größte Ausdehnung erreichte es in der Zeit von 1200 bis 1220 unter der Führung des Schahs „Ala-ad-Din Mohammed“, der das Reich vom Kaspischen Meer bis zum Persischen Golf erweiterte.

Bereits ein zweites Mal bereisen wir dieses geheimnisvolle Gebiet. Besondere Aufmerksamkeit richten wir bei dieser Reise auf dreizehn der insgesamt etwa 300 Kalas Choresmiens. Dabei dient uns eine Ausarbeitung des russischen Astroarchäologen Bistruschkin als Vorlage, in der er acht dieser Kalas in Form von drei konzentrischen Kreisen um das Observatorium Koj-Krylgan-Kala positionierte.

Konzentrische Kreise erinnern uns an weitere, besonders interessante Observatorien, wie z.B. die alte Stadt Arkaim, Stonehenge oder Rogem Hiri. Die Schamanen sahen sie als ein Durchgangstor zur geistigen Welt.
Von oben betrachtet können konzentrische Kreise auch als eine Spirale wahrgenommen und biblisch gesehen als Jakobleiter verstanden werden. So wird in Gen. 28,11 von dem Traum Jakobs berichtet, in dem er die Himmelsleiter als eine Verbindung zwischen Himmel und Erde erkennt.

Gemein ist den oben genannten Observatorien die präzise Ausrichtung zu entfernteren Sternbildern und Fixsternen. Ihre Architekten mussten besondere Kenntnisse astronomischer Gegebenheiten gehabt haben, die über die Fixation auf unsere Sonne hinausgingen.

Um das alte ursprüngliche Choresm genauer kennen zulernen und seine ursprüngliche Zivilisation besser zu verstehen, bereisen wir zudem noch andere interessante Stätten, wie z.B. den Friedhof von Mitzdakhan, Sultan Uiz Dag und weitere Kalas.

Wir weiten bereits bestehende Beziehungen zu interessanten Persönlichkeiten dieses Landes aus und intensivieren sie durch gute Gespräche.

Wir hoffen auf einen Bewusstseinswandel in dieser Region, damit der Amudarja als das „Lebensblut Choresms“ wieder zu fließen beginnt, seine ursprüngliche Nährkraft und Stärke zurückerhält und das neuzeitliche Choresm in neuer Blüte erstrahlen lässt.


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