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Asiatische Heiligtümer des Misdakhan-Komplexes

Wir begegnen gleich mehreren sehr interessanten asiatischen Heiligtümern des Misdakhan-Komplexes auf dem ursprünglichsten Friedhof Asiens. Es handelt sich hierbei um einen ganz besonderen Ort, denn wir werden an dieser Stätte Spuren christlicher Religion finden. Ungewöhnlich für ein Gebiet, in dem der islamische Glaube vorherrschend ist. Zunächst müssen wir jedoch eine Menge Treppenstufen überwinden, ehe wir das Tor des alten Friedhofes endlich erreichen. Auf fast allen seinen Gräbern sind Leitern mit jeweils sieben Sprossen zu sehen. Mit ihrer Hilfe werden die Toten zunächst zu Grabe getragen, später werden die Leitern sichtbar auf die Grabstätte gelegt. Der Leichnam wird in den Gräbern zusätzlich mit sieben Querbalken überdeckt. Die sieben Querbalken und die sieben-stufige Leiter sollen der begrabenen Seele den Aufstieg in die höheren Himmel ermöglichen.


Wir folgen einem kleinen Pfad, der uns zu einem einzigartigen Pilgerort Asiens, dem im 12.-14 Jhd. erbauten Mausoleum Mazlym-Khan-Sulu führt. Um das halbunterirdische Gebäude genauer betrachten zu können, müssen wir zunächst eine 22-stufige Treppe hinabsteigen. Wir betreten einen großen Raum. Hier soll einer Legende nach ein Pärchen begraben sein, welches als Beweis seiner gegenseitigen Liebe den Doppelfreitod suchte. Ein junger Architekt hatte das ehemalige Schloss für einen ranghohen Bauherren gefertigt. Kurz vor Beendigung seiner Arbeit, trug er die Bitte an ihn heran, seine wunderschöne Tochter heiraten zu dürfen. Diese jedoch stellte seine Liebe zu ihr auf die Probe, indem sie ihn aufforderte von dem hochgelegenen Kuppeldach des Raumes zu springen. Nachdem er ihrer Aufforderung folgte und den Tod auf dem gefliesten Boden fand, stürzte auch sie sich in die Tiefe. Die Gräber der Beiden befinden sich noch heute an diesem Ort und werden hier für ewige Zeit vereint. Sie sind nach Westen und damit in Richtung des Pilgerortes Mekka ausgerichtet.
An der nördlichen Wand befinden sich noch zwei zusätzliche Räume, deren Sinn und Zweck sich leider nicht erkennen lässt. Durch einen Torborgen gelangen wir in einen zweiten, kleineren Raum. In der Kuppel, die diesen Raum überdeckt, sind acht Fenster eingelassen, die sechseckige kleinere Fenster beherbergen. Die größeren Fenster sind mit je drei Sternen verziert, in den kleineren Fenstern befinden sich Bilder von Lebensbäumen und Kreuzzeichen. Erste Anzeichen christlicher Symbole sind hier also bereits zu finden. Die Piktogramme sehen wir auch auf den vielen kleinen bläulichen Fliesen an den sandfarbenen Wänden beider Räume.
Nach eingehender Betrachtung der Räumlichkeiten des heutigen Mausoleums steigen wir die 22-stufige Treppe wieder hinauf und verlassen die erste asiatische Kultstätte des Misdakhan-Komplexes.

Unser Weg zu weiteren asiatischen Heiligtümern wird gesäumt von einer Reihe aufeinander geschichteter Ziegelsteine. Meistens bilden sieben Ziegelsteine einen Stapel. Oktyabr Dospanov erklärt uns, dass nach einer alten Tradition dieses Friedhofes sieben Wünsche geäußert werden sollen, bevor die Ziegel übereinander geschichtet werden. Auch wir gestalten einen Ziegelsteinstapel mit unserer Gruppe und hinterlassen unsere Wünsche in der Obhut der Steine an diesem heiligen Ort.

Wir treffen auf ein zweites Heiligtum des Misdakhan-Komplexes namens „Erezhep der Kalif“, welches auch „die Weltuhr“ genannt wird. Es wurde im 9. Jahrhundert aus einem Schilf-Sandstein-Gemisch erbaut. Noch heute lassen sich deutlich Fragmente des verarbeiteten Schilfs erkennen, dass so frisch wirkt, als wäre es erst am Vortag verarbeitet worden. Eine Wand ist komplett zerstört und wir schauen auf die Reste antiker Ziegelsteine. Dieses Gebäude wurde früher wahrscheinlich als eine Medrese, eine islamische Schule genutzt. Auch an dieser Stelle finden wir einen Stein, mit einem Kreuzzeichen. An der Außenwand des Grabes entdecken wir ebenfalls ein Kreuzzeichen in einer kleinen quadratischen Nische. Ein siebenfacher Steinstapel verleiht diesem Zeichen, die besondere Kraft der Zahl Sieben. Wie bereits erwähnt, die Zahl Sieben begegnet uns wirklich ständig und fast in Verbindung mit jedem der asiatischen Heiligtümer des gesamten Misdakhan Komplexes.


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