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Ein Sonntagmorgen in Arkaim

Schon recht früh am Morgen, beim Sonnenaufgang werde ich wach. Seltsam, obwohl wir der Zeit 4 Stunden voraus sind, bin ich topfit und gehe gleich nach draußen. Ein wunderbarer Morgen, recht kühl noch, aber dieser Sonnenaufgang ist fantastisch und es verspricht ein warmer angenehmer Tag zu werden. Die Dusche hinter dem Haus ist natürlich eiskalt, was hatte ich denn eigentlich erwartet. Das Häuschen ist in der Nacht gut belüftet worden vom Wind und ist ganz passabel. Ich nutze nun die Gelegenheit und wandere als erstes zum Bajna: tatsächlich es ist wunderbar warmes Wasser da und ich genieße eine Dusche im wohlig warmen Holzhaus. Es ist noch etwas dunkel da drinnen, Licht finde ich nicht. Später erklärt man mir die Stromtechnik, allerdings habe ich die Finger davon gelassen, Kabel verbinden und anfassen, ohne zu wissen wer zu wem gehört, ist nicht gerade meine Stärke! Das ganze sah mir einfach zu abenteuerlich aus. So habe ich also an den anderen Tagen einfach die Taschenlampe mitgenommen, es war dann auch viel gemütlicher im Banja.
Der heiße Tee nach meiner ersten Dusche tut auch gut und der Sonntag in Arkaim kann nun beginnen. So nach und nach wachen alle auf, trinken einen Tee und wir planen erstmal unser Programm.


Frühstücken werden wir später, was mich aber nicht davon abhält schnell ein paar Kekse zu naschen die Sinaida mir anbietet.
Sie erzählt, stets um korrektes Deutsch bemüht, das dies nun die Kekse aus ihrer Kindheit seien, und ich antworte ihr lachend, das ich solch alte Kekse aber lieber nicht essen möchte. Am liebsten hätte sie mir die Kekse um die Ohren gehauen aber da hatte ich sie schon verspeist und auch sie hat ordentlich gelacht.

Es ist wichtig den Tag zu strukturieren, denn wir merken bereits das man hier schnell Raum und Zeit vergessen kann. Die Atmosphäre ist irgendwie besonders, es liegt etwas in der Luft das ich so nicht erklären kann, noch nicht.
Wir haben weder Radio noch Fernsehen, niemand gibt das Tempo vor und es herrscht eine himmlische Ruhe. Jegliche Spannung, Stress und Hektik sind bereits von uns abgefallen und wir möchten nun alles in Ruhe erkunden.
Bevor wir uns auf den Weg machen suchen wir einen Platz für eine Meditation um uns auf diesen Tag und diese Atmosphäre einzustimmen. Niemand bemerkt, wie sich ein kleiner freundlicher Hund zu uns gesellt und während der gesamten Meditation neben uns, völlig entspannt auf dem Rücken liegend, wartet. Wir sind recht amüsiert bei seinem Anblick, für den Hund schien es völlig normal zu sein, mit uns Menschen zu meditieren. Er begleitet uns anschließend beim Spaziergang durch das Lager von Arkaim, es scheint als wolle er uns den richtigen Weg zeigen. Irgendwann ist er plötzlich verschwunden. Wahrscheinlich hat er die nächsten Menschen gefunden denen er an diesem Sonntag den Weg zeigen wird.


Erkundung des Areals von Arkaim

Hier gibt es einen großen Campingplatz, der zu unserer Verwunderung recht gut besucht ist. Der Parkplatz ist sogar mit einigen Reisebussen gefüllt. Am Rande finden sich einige Verkaufsbuden mit Andenken, Büchern, Steinen und Schmuck. Vieles von dem was dort feilgeboten wird ist einfach nur Touristennepp, es gibt aber auch schöne Dinge zu kaufen.
Die Preise sind allerdings recht hoch. Auch für Verpflegung ist gesorgt, es gibt so einiges zu kaufen. Es gibt zwei Kantinen, wo die Menschen frühstücken können und warme Mahlzeiten kaufen können. Auch wir sind nicht gefeit vor den leckeren Dingen die dort angeboten werden und kaufen uns einige gebackene Spezialitäten.
Am Rande des Komplexes finden sich einige Wohnhäuser, wo man auch Zimmer vermietet, und eine Wagenkolonne von umgebauten Bauwagen ist aufgestellt worden. Diese sind mit mehreren Personen zu bewohnen. Des weiteren gibt es sanitäre Einrichtungen, die aber alle einen ziemlich maroden Eindruck machen und nicht gerade vor Sauberkeit glänzen.

Die umliegenden Hügel dieses Areals sind heute morgen schon stark bewandert, wir hören, das manche Menschen schon seit der letzten Nacht auf ihren Gipfeln ausharren. Sie stehen die ganze Nacht, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Sie singen und beten oder sind ganz stille.
Am meisten frequentiert ist der Berg „Schamanka“, wo der Name schon die Bestimmung verrät: Berg der Schamanen und Heiler, Berg der Heilung. Dort gibt es einen Steinkreis, den man abläuft wie ein Labyrinth bis zur Mitte und wieder zurück. Diesen Berg werden wir sicherlich auch schon bald besteigen. Alexander wirft schon einen sehnsüchtigen Blick dort hinauf. Ich glaube am liebsten würde er gleich den Gipfel erklimmen. Es sind aber nicht alle mit dem richtigen Schuhwerk bestückt, so das wir das erstmal vertagen.
Gut so, denn so langsam knurrt mir der Magen.
Es finden sich Menschen aller Altersstufen hier , die meisten sind jedoch recht jung.
Wenn man bedenkt, das im Sommer oft viele tausend Menschen hier versammelt sind, welche Stimmung mag wohl vorherrschen, sind es doch Menschen mit den unterschiedlichsten Beweggründen. Und sind sie in der Lage, das Besondere dieses Ortes zu erfassen?
Wir können nur erahnen was wir noch in den nächsten Tagen erleben werden.

Der Rückweg führt uns dann am Museum vorbei, das wir uns für diesen Tag ins Programm genommen haben. Zufällig hat Nadeschda, unsere Vermieterin, hier eine leitende Position und wird uns persönlich führen. Darauf freuen wir uns schon.
Durch das Gebiet fließt ein kleiner Fluss, der absolut glasklares Wasser führt, das sogar trinkbar sein soll. Er lädt ein zum Baden und Verweilen aber wir ziehen erstmal weiter. Das ganze Areal ist umgeben von Hügeln, das Steppengras leuchtet im Sonnenlicht, seine Farbe ist schon bräunlich, weil es den ganzen Sommer nicht regnet.
Den weiteren Vormittag verbringen wir mit frühstücken, auspacken und anderen Dingen. Die andere Reisegruppe wird wohl noch bis zum Abend bleiben so das wir unser Quartier noch nicht für uns haben und wahrscheinlich eine weitere Nacht in unseren drei Zimmern bleiben.

Im Haus gibt es eine nette kleine Katze, jung und verspielt, sie bereitet uns viel Freude.
Jeden von uns hat sie schon um den Finger gewickelt mit ihrem Charme und so fällt so manches Bröckchen für sie ab. Dauernd verführt sie uns mit ihr zu spielen oder sie klettert frech auf den Schoß eines jeden von uns.


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