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Die Dzyhumard-Kassab-Anhöhe

Unser weiterer Weg führt uns hoch hinauf auf die „Dzyhumard-Kassab-Anhöhe“. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick auf den gesamten Friedhof und schauen direkt auf die Ruinen von Gyaur-Kala, denen wir ebenfalls heute noch einen Besuch abstatten werden. Oktyabr versäumt es nicht, uns auch die mit dieser Anhöhe in Zusammenhang stehende Legende zu erzählen. So erfahren wir, dass infertile Frauen ihre Unfruchtbarkeit überwinden, indem sie ein bestimmtes Ritual durchführen. Sie müssen lediglich auf die Anhöhe steigen und sie dann siebenmal vorwärts hinabrollen, um schließlich sieben Kinder zu bekommen. Ein wirklich lustiger Brauch. Tatsächlich kommen an jedem Donnerstag der Woche gläubige, zumeist unfruchtbare Frauen hierher und führen dieses Ritual durch. Allerdings versetzen sie sich hierfür in Meditation und meistern die beschriebene Prozedur rein mental.

Dzyhumard-Kassab-Anhöhe


Nachdem wir die wunderbare Aussicht lange genug genossen haben, steigen wir von dem Berg wieder hinab und folgen weiter dem steinernen Weg. Nur Andrea läuft noch einmal zurück, denn sie hat auf der Dzyhumard-Kassab-Anhöhe ihre Wasserflasche vergessen. Schnell ergreift sie die versehentlich zurückgelassene Flasche und läuft die Anhöhe eilig wieder hinab, um den Anschluss zu uns nicht zu verlieren. Alexander steht am Fuße des Berges, beobachtet sie und weist sie schmunzelnd daraufhin, dass sie den Berg nicht hinab laufen, sondern ihn doch lieber hinabrollen solle, sonst würde das mit den sieben Kindern bestimmt nicht klappen...


Von der Dzyhumard-Kassab-Anhöhe aus gelangen wir zu einer Gruppe von Menschen, die gerade dabei sind, eine neue Grabstätte auszuheben. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und sie bieten uns freudestrahlend Lepöschkas an. Einfach nur so. Als würden sie spüren, dass unsere Mägen mittlerweile wirklich eine kleine Zwischenmahlzeit gebrauchen könnten. Normalerweise werden die Fladenbrote traditionell mit sieben Stempeln versehen. Wir jedoch bekommen von ihnen ein Lepöschka mit insgesamt acht dieser Stempel überreicht. Wollen uns die höheren Kräfte vielleicht durch das Brot eine besondere Botschaft übersenden? Assoziieren wir die sieben Stempel mit unseren sieben Chakren, können wir den achten Stempel als ein bereits höheres Chakra betrachten, das über unsere Körperlichkeit hinaus eine Verbindung zu den höheren Energieebenen schafft.

Bei dem Grab des Schamun-Nabi, vor dem wir jetzt erneut stehen, setzen wir uns in den Schatten und ruhen uns nach dem langen Marsch ein wenig aus. Wir essen das wohlschmeckende Brot, das traditionell in einem Tandir gebacken wurde und ich bin begeistert von dem Geschmack. Nie zuvor hatte ich ein besseres Brot gegessen. Nach unserer kleinen Zwischenmahlzeit betreten wir ein weiteres Mal die außergewöhnliche Ruhestätte und stellen uns in einen Kreis, um zu meditieren und zu singen. Oktyabr Dospanov passt sich uns erstaunlich gut an und lauscht mit glänzenden Augen unserem Gesang. Schließlich beteiligt er sich sogar an der Rezitation der Heiligen Namen. Ein wunderbares Gefühl der Verbindung erwächst zwischen uns und vereint in dem außergewöhnlichen asiatischen Heiligtum die westliche und östliche Kultur.

Auf dem Rückweg zu unserem Auto erfahren wir von Oktyabr noch ein ganz besonderes Detail über den asiatischen Friedhof. Er erzählt uns, dass die islamische Kirche das Kreuzzeichen zur Beisetzung Verstorbener benutzt. Für die muslimische Kultur ist diese Vorgehensweise keineswegs normal, in Choresm jedoch, ist sie durchaus üblich.

Ich bin überwältigt von der Vielzahl heiliger Stätten, die sich auf dem antiken Friedhof befinden, von den unzähligen Legenden, die mit diesem Ort verbunden sind und von der Mathematik, die hier zweifellos vorhanden ist. Die Zahl sieben begegnete uns hier in der Tat ständig. Angefangen von den einfachen Grabstätten des Friedhofes bis zu der Dzyhumard-Kassab-Anhöhe. Die mit den Heiligtümern verbundenen Legenden scheinen die Zahl Sieben zusätzlich betonen zu wollen. Die ungewöhnliche Präsenz dieser Zahl auf einem Friedhof zwingt den Besucher geradezu zum Nachdenken. Soll sie einen Hinweis für ein Leben nach dem Tod geben? Müssen die sieben Chakren unserer Körperlichkeit dafür erst befruchtet (geöffnet) werden, um die berühmte Himmels-/ Jakobsleiter erklimmen zu können, die im 1. Buch Moses 28,11 von Jakob als die Verbindung zwischen Himmel und Erde gesehen wird und direkt in das Haus des Vaters vieler Wohnungen führt, indem ewiges Leben zu finden ist? Ist das die Botschaft der heiligen Stätte des Todes?


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