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Unsere Unterkunft bei Dawlet und Michael in Nukus

Schließlich stehen wir vor unserer Unterkunft für die nächsten zwei Wochen; vor dem Haus von Dawlet und Michael in Nukus. Nach ca. 24 Stunden sind wir endlich am Ziel unserer Reise angelangt. Unglaublich was wir in dieser kurzen Zeit schon alles erlebt und erfahren haben.
Rechts vor dem Haus sehen wir einen kleinen Garten, dessen wunderbaren Früchte, Obst und Gemüse, unseren zukünftigen Speiseplan wunderbar gestalten werden. Linksseitig blicken wir auf eine kleine, erhöhte „Terrasse“ aus Holz. Ich wundere mich ein wenig und Frage mich welchen Sinn und Zweck diese Konstruktion wohl haben mochte, da sich keinerlei Mobiliar auf ihr befindet. Sehr bald sollte ich jedoch erleben, wie herrlich wandelbar diese „Terrasse“ sein konnte.


Auch bei Dawlet und Michael werden wir freundschaftlich in Empfang genommen. Wiederum spüren wir wahre Freude über ein Wiedersehen. Die Ausstrahlung der Beiden beeindruckt ebenso, wie ihre natürliche Freundlichkeit. Vor allem Dawlet zieht mich in ihren Bann. Sie scheint sehr selbstbewusst und begegnet uns voller Würde und Anmut. Sogar die familieneigene Wachhündin Nora scheint beglückt über den Besuch aus dem Westen, denn sie begrüßt uns Schwanz wedelnd mit einem lauten, freudig erregten Bellen.

In unserer Unterkunft treffen wir auf lange Flure und große Zimmer mit viel Raum zum Atmen. Alles ist hier wirklich sehr sauber und ordentlich. Beeindruckend ist die extrem lange Tafel, die sich im Wohnzimmer befindet und an das wohl berühmteste Gemälde von Leonardo da Vinci „das letzte Abendmahl“ erinnert. Hier werden wir in der nächsten Zeit gemeinsam essen, meditieren und studieren.

Wir setzen uns an den liebevoll mit Tee, getrockneten Datteln, Rosinen, Feigen und frischen Weintrauben gedeckten Tisch und führen Gespräche mit unseren Freunden. Michael präsentiert uns stolz ein Buch, mit dem er sich zurzeit intensiv beschäftigt. Es bietet einen guten Einstieg in die höheren Lehren des Lichts. Das er sich überhaupt für diese Lektüre interessiert ist überaus erstaunlich für den ehemaligen Offizier, der noch bis vor einem Jahr zu derartigen Themen keinerlei Bezug hatte. Die Reisegruppe war im vergangenen Jahr auch schon ein paar Tage zu Gast bei Dawlet und Michael in Nukus gewesen. Vielleicht hatte diese Begegnung tiefere Spuren hinterlassen?
Auch bei Oktyobr werden wir in den nächsten Tagen einschneidende persönliche Veränderungen feststellen.

Unser Nachtlager bereiten wir zusammen mit Dawlet aus so genannten Kurpatschanen direkt auf dem Fußboden. Unsere Schlafgelegenheit sieht zwar kuschelig aus, ist aber nach dem ersten Probeliegen ganz schön hart. Für Europäer ist diese Art zu Nächtigen doch etwas gewöhnungsbedürftig. Nach der mittlerweile spürbar anstrengenden Anreise, fallen wir allerdings nur kurze Zeit später erschöpft in einen tiefen, festen und traumlosen Schlaf. Auch in den nächsten zwei Wochen wird uns die ungewohnte Art zu Schlafen keinerlei Schwierigkeiten bereiten, ich beginne sie sogar während unseres Aufenthaltes zu genießen.

Den ersten Morgen in Nukus beginnen wir mit einer Meditation und einem Ausblick auf den bevorstehenden Tag. Heute werden wir den Misdakhan Komplex besuchen. Einer seiner heiligen Stätten ist Gyaur Kala. Hier fand um ca. 400 n. Chr. ein Kampf statt, der an das berühmte Massaker von Jerusalem aus dem Jahre 1099 erinnert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Anwesendheit von Juden und Christen in der Stadt von den herrschenden Arabern gegen Zahlung von Geldern lediglich geduldet. Die im antiken Choresm zu dieser Zeit weit verbreitete zoroastrische Religion wurde an diesem Ort keineswegs akzeptiert. Gegenüber von Gyaur Kala befindet sich der wohl älteste Friedhof Asiens. Auch ihn werden wir besuchen, denn in einer seiner heiligen Stätten befindet sich ein sehr außergewöhnliches Grab, das wir näher erforschen wollen. Nach dieser kurzen Aussicht nehmen wir das erste Frühstück in unserer Unterkunft bei Dawlet und Michael ein.


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