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Nukus und der Schweizer Tourist

Nukus ist die sechstgrößte Stadt Usbekistans mit zirka 272 000 Einwohnern. In ihren besseren Zeiten war sie eine sehr wohlhabende Stadt, heute zählt sie zu den ärmsten Gegenden der Welt. Die Aralsee-Katastrophe beeinflusst die Umgebung von Nukus stark und nachhaltig. Die Kontamination mit Salz und Pestiziden aus dem Flussbett des einst 4. größten Sees der Welt bewirkte, dass das direkte Umfeld der Stadt in ein armseliges Ödland verwandelt wurde und seine Bewohner an schweren Krankheiten wie kaum behandelbaren Atem-Wegs-Störungen, Krebs und Geburtsfehlern leiden.
Das Savitskiy Museum in Nukus erscheint als ein kleiner Lichtblick im Dunkeln. Eine Stiftung rückt es immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses, um Nukus für kulturell interessierte Menschen als ein lohnenswertes Reiseziel erstrahlen zu lassen. Dadurch erhofft man sich gesteigerte einkommensfähige Tätigkeiten für die ärmliche Bevölkerung. Savitskiy selbst, gelangte interessanterweise mit einer archäologischen Forschungsgruppe aus Moskau nach Krakalpakstan, um das antike Choresm hinsichtlich seiner künstlerischen Relikte zu erforschen.


Auch wir betrachten uns als eine Expedition zur Erforschung archäologischer Stätten in der Umgebung von Nukus. Im Moment befinden wir uns jedoch noch auf dem Weg zu unserer Unterkunft bei Dawlet und Michael. Natalja hatte dem Schweizer Touristen freundlicherweise angeboten, ihn bis zu seinem Hotel mitzunehmen, da dieses sowieso auf unserer Strecke liegt. Er hatte sich zuvor bei uns nach den hier üblichen Taxipreisen erkundigt. Da europäische Touristen an diesem Ort natürlich sofort erkannt werden, mutet man ihnen häufig auch sehr viel höhere als die sonst üblichen Taxikosten zu. Deshalb folgt er dankend unserer Einladung.
Der Schweizer Tourist entpuppt sich als ein Weltenbummler, der schon viele Orte der Erde bereist hat. Zentralasien jedoch, gehört zu den wenigen Ländern, die er bislang noch nicht besucht hat, obwohl es auf ihn schon seit sehr langer Zeit eine magische Anziehungskraft ausübte. Im Rahmen dieser Reise möchte er die vor allem für Touristen faszinierenden und orientalischen Städte, wie Samarkant, Buchara und Chiwa besuchen.

Andrea erzählt ihm ein wenig von unserer wissenschaftlich ausgerichteten Arbeit und von den archäologisch bedeutsamen Kalas, für die wir uns interessieren. Er lauscht aufmerksam und wissbegierig ihren Worten. Ist dieses Gespräch vielleicht der Auslöser zur Änderung seiner Pläne? Wir werden ihm jedenfalls im weiteren Verlauf unserer Reise ein zweites Mal begegnen. Interessanterweise in einem dieser Kalas!!!

Als wir den Schweizer Touristen an seinem Hotel absetzen, scheint er ein wenig enttäuscht zu sein, denn die gewählte Unterkunft sieht nicht gerade sehr einladend aus. Andrea erklärt mir unterdessen, dass unsere Unterkunft bei Dawlet dagegen wirklich etwas ganz besonderes sei. In ganz Nukus, so versichert sie mir, hätte man als Tourist kaum die Möglichkeit so sauber und komfortabel zu wohnen wie bei ihr. Nach dem Anblick des Hotels, weiß ich sofort, was sie meint.

Unterdessen erfahren wir von Natascha, dass bis vor wenigen Stunden, nirgendwo in Nukus auch nur ein Tropfen Benzin zur Verfügung gestanden hätte. Für uns wäre es eine Katastrophe gewesen, hätte dieser Zustand weiterhin angehalten. Unsere geplanten Expeditionen wären dadurch akut gefährdet gewesen. Pünktlich zum Zeitpunkt unserer Anreise jedoch, hatte sich die Situation schlagartig zum Positiven gewendet.
Zudem ist der Sommer in diesem Jahr ungewöhnlich heiß. In der karakalpakistanischen Hauptstadt herrscht deshalb extremer Wassermangel. Durch die ständig erforderliche Bewässerung der Baumwollfelder, Früchte- und Obstplantagen, führen die Kanäle deshalb im Moment kaum mehr Wasser. Die Hitze ist an diesem Tag fast unerträglich. Das Wüstenklima zeigt sich uns in Nukus nicht gerade von seiner sanftesten Seite. Würde es so bleiben, würden unsere Entdeckungstouren sehr anstrengend werden. Deshalb sind wir froh über die Botschaft von Alexander, dass sich das Wetter in zwei Tagen ändern und die Temperaturen deutlich sinken werden.
Gefühlte Führung erfreut unsere Geister.


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