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Nach einer endlos lang scheinenden Zeit und etwas außer Atem setzen wir uns in eine Wartezone, bevor unser Flug aufgerufen wird. Wie gerne, würden wir jetzt etwas Wasser trinken. Leider ist es uns nicht einmal möglich dieses von uns begehrte Getränk einzukaufen, da wir hier im Flughafengebäude unsere Euros nicht wechseln können. Alexander sagt dazu nur scherzhaft, ein Mensch könne zwei Tage ohne Wasser überleben. OK. Dann besteht ja weiterhin keine Gefahr.
Erst viel später, als wir bereits wieder in Deutschland sind, erfahre ich von Tatjana, dass die Geschichte mit dem Wasser noch wesentlich vielschichtiger war, als ich es zunächst angenommen hatte. Tatjana und Lydia gingen auf der Suche nach Wasser in den Duty-Free Shop des Flughafens. Für ihre Euros hätten sie problemlos Wodka oder andere Spirituosen kaufen können, aber das von uns herbeigesehnte Getränk war dort nicht einmal vorhanden. Willkommen in Russland! Ich glaube für hochprozentigen Wodka sind unsere Körper nicht ausreichend vorbereitet. In einem flughafeneigenen Café, trafen sie auf einen deutschen Touristen, den sie schon vom Bustransfer her kannten. Er bot ihnen seine allerletzten Rubel an, mit denen sie exakt eine halbe Flasche Wasser für uns alle hätten kaufen können. Auch diese Möglichkeit schlugen sie dankend aus. Da ebenso das Leitungswasser der sanitären Anlagen keine entsprechende Anziehungskraft auf uns ausübte, mussten wir weiterhin dursten. Ich bin fest überzeugt davon, dass es in dieser Welt keinerlei Zufälle gibt und das alles seinen Sinn hat. Schickte uns der Himmel diese Situation vielleicht als Vorbereitung für unsere Expeditionen in die Wüste?
Um 18.00 Uhr rezitiere ich gedanklich das Gittermantra. Die Energien laufen durch meinen Körper. Endlich werde ich etwas ruhiger. Hoffentlich bleibt dieses Gefühl stabil.
Beim Einchecken stellen wir fest, dass hier alles wesentlich hektischer und intensiver durchsucht wird als in Deutschland. Alles muss "davaj davaj" erledigt werden. (Schnell, Schnell; eines der russischen Wörter, die sich tief in mein Bewusstsein eingebrannt haben, da sie uns während unseres Aufenthaltes in Usbekistan noch häufig begegnen werden). Handgepäck und Jacken, Gürtel und Schuhe ausziehen, durch die Kontrolle, alles wieder einsammeln, zwischen den vielen Menschen einen Platz zum Anziehen suchen und sich "davaj davaj" wieder sammeln. Ich hoffe, dass ich bei dieser Hektik und diesem Chaos nichts liegen lasse. Der Schweiß läuft mir inzwischen den Rücken hinunter und ich versuche mich krampfhaft der Geschwindigkeit meiner Mitreisenden anzupassen, die alles deutlich schneller zu erledigen scheinen.

Mit dem Flug Nr. 871 geht es schließlich weiter nach Taschkent. Im Bus zum Flugzeug riecht es streng nach Alkohol und Alexander wiederholt seinen Scherz: wir fahren jetzt 5 Stunden. Dieses Mal hat er bei mir keine Chance. Ich jedenfalls falle nicht wieder auf den Gag herein.
Das Flugzeug ist deutlich kleiner, enger und einfacher. Ich bin erstaunt, dass ich nach inzwischen 18 stündiger Reise noch so fit bin. Von Müdigkeit bislang keine Spur. Das kleine Menü im Flugzeug schmeckt fabelhaft, nur Durst breitet sich erneut aus. Auch hier besteht der Wunsch nach noch mehr Wasser oder einem anderen zusätzlichen Getränk. Langsam machen sich die steigenden Temperaturen bei uns allen bemerkbar. Sina hat zum Glück Limettenteebeutel in ihrem Handgepäck und so genießen wir das heiße, wohlschmeckende Getränk bei guten Gesprächen. Komischerweise habe ich überhaupt keine Angst vor dem Fliegen. Dabei erinnere ich mich an frühere Zeiten, in denen ich schon bei dem kleinsten Luftloch den Tod vor Augen hatte.
Bei der Landung begrüßt uns der Vollmond in Taschkent. Wir werten ihn als ein gutes Omen für unsere weitere Reise.

Nach dem Auschecken müssen wir noch die äußerst wichtigen Einreisepapiere ausfüllen, die wir keinesfalls verlieren dürfen!!! Sofort denke ich an die streng dreinschauenden Grenzbeamten und Offiziere, die uns noch vor kurzem noch im Befehlston durch die Gänge des Flughafengebäudes schleusten. Auf gar keinen Fall, so nehme ich es mir vor, werde ich dieses Papier verlieren. Immer wieder kontrolliere ich, ob es auch wirklich noch da ist.

Da wir In Taschkent noch einige Stunden Aufenthalt haben, bevor wir zu unserem Zielort nach Nukus weiterreisen können, beschließen wir die Zeit zu nutzen und eine liebe Freundin zu besuchen. So geht es ohne Pause gleich weiter…


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