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Flug nach Nukus

Nach einer unglaublich hohen Anzahl Tassen Tee und einer Unmenge Weintrauben, Gebäck und Nüssen, verlassen wir schließlich frisch gestärkt gegen 6.00 Uhr morgens Galinas Haus und machen uns auf den Weg, um den letzten Flug unserer Reise nach Nukus anzutreten.

Das Flugzeug, vor dem wir jetzt stehen, ist noch ein bisschen kleiner, als die vorherigen Maschinen… geradezu winzig und nicht gerade das allerneueste Modell. Diesen Eindruck bestätigt auch der Passagierraum. Die Sitze gleichen alten, unbequemen Sesseln aus den 70er Jahren. Beim Hineinsetzen wackeln sie zudem bedenklich. Die „Sicherheitsgurte“ können nicht auf den individuellen Benutzer eingestellt werden und werden somit ihrer Bezeichnung leider nicht gerecht. Das Ganze erinnert an die Taxis in Taschkent.

Die Aerokasse von Nukus



Während des Fluges dringen dröhnende, außergewöhnlich laute Maschinengeräusche in die Kabine und machen eine Unterhaltung schier unmöglich. Unser Flugzeug vibriert extrem und die Verbindungswand zur Außenwelt scheint äußerst dünn. Trotzdem – von Angst keine Spur. Im Gegenteil, es ist schön, frei wie ein Vogel durch die Wolken zu fliegen und den Ausblick auf die Wüstenlandschaft, die sich unter uns entfaltet, zu genießen. Eine fremde Welt heißt uns willkommen. Welche Eindrücke werden wir hier in den nächsten zwei Wochen gewinnen? Welche Erinnerungen begleiten uns zurück in die westliche Welt? – Gedanken, die uns durch die Lüfte bis nach Nukus geleiten.

Die extrem niedrigen Temperaturen, während des Fluges überraschen und machen uns etwas zu schaffen. Ich bin das erste Mal froh, über mein Gepäck und decke mich mit einer warmen Jacke zu, die mir noch kurz zuvor, aufgrund ihres Gewichtes eher lästig war. Andrea, die direkt hinter mir sitzt, kann gar nicht so schnell zittern, wie sie friert. Sie ist nur sehr leicht bekleidet. Mit einem derart extremen Kälteeinbruch, während des Fluges hatte nun wirklich keiner von uns gerechnet.

Nach ca. zwei Stunden landen wir endlich in Nukus, dem Zielort unserer inzwischen über 22-Stündigen Reise. Als wir aus dem Flugzeug steigen, empfängt uns ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Das sonnige Licht umhüllt unsere durchgefrorenen Körper wie ein wärmender Mantel und heißt uns liebevoll Willkommen. Die eisige Kälte, die wir noch kurz zuvor während des Fluges empfunden haben, ist schnell wieder vergessen.

Im Terminal des Flughafens treffen wir auf Natalja, die extra gekommen ist, um uns abzuholen. Sie hat eine sehr positive Ausstrahlung und bei ihr spüren wir ebenso wahre Freude über unsere Ankunft, wie wir sie bereits bei Galina erleben konnten. Sinas Beziehung zu Natalja scheint besonders freundschaftlich zu sein. Bereits im letzten Jahr wurde die wichtige Verbindung zu ihr durch eine gemeinsame Bekannte der Beiden namens Lucy geknüpft. Auch in diesem Jahr wird sie uns bei einer weiteren humanitären Hilfsaktion behilflich sein.

Während wir auf unsere Koffer warten, spricht uns ein europäisch aussehender Mann an, der sich als Schweizer Tourist entpuppt und dem wir interessanterweise noch ein weiteres Mal an einer Stätte begegnen werden, an der wir ihn keinesfalls vermutet hätten. Manchmal verändern sich unsere Wege plötzlich und scheinbar zufällig, dabei ist uns häufig nicht bewusst, wodurch diese Veränderung eigentlich hervorgerufen wurde.

Am Ausgang des Gebäudes steht schon unser Fahrer mit einem „geländetauglichen“ Bully bereit, der uns in den nächsten zwei Wochen zu interessanten Zielen in Choresm bringen wird. Da wir häufig querfeldein fahren müssen, ist es wichtig, dass uns für diese Situation ein geeigneter Wagen zur Verfügung steht.
Im letzten Jahr war es gar nicht so leicht ein solches Fahrzeug zu ergattern. In diesem Jahr profitieren wir von den bereits geknüpften Kontakten und Erfahrungen der vergangenen Reise, sodass die organisatorischen Dinge besser und schneller abgewickelt werden können. Wir gewinnen dadurch Zeit, die wir dafür nutzen, uns noch intensiver auf unsere Forschungsarbeit zu konzentrieren.


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