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Toprak-Kala, Festung unter dem Sand

Zur weiteren Erkundung der Umgebung fehlt die Zeit, wollen weiter, andere Orte der Vergangenheit in Augenschein nehmen.
Wie die Staubwolke einen Moment unsere Anwesenheit bekundet, wehen unsere Gedanken in die Wüste, überschreiten Begrenzungen der Phantasie. Ein starkes Klopfgeräusch im hinteren Teil des Autos holt uns in die Wirklichkeit.
Der Fahrer will es erst ignorieren, hält dann doch an, um nachzusehen. Ein kurzer Blick unter die hintere Stoßstange veranlasst ihn, die Werkzeugkiste unter dem Fahrersitz herauszuholen. Am Straßenrand suchend entfernt er sich vom Fahrzeug, beugt sich, kehrt zurück, ein paar Schläge mit dem Hammer, es kann offensichtlich weitergehen.
Das Geräusch ist verstummt, kehrt für kurze Zeit zurück. Alexander hält uns an, leise heilige Namen zu singen. Nach einiger Zeit stellt sich das Gefühl ein, jemand hält seine Hand schützend über das Fahrzeug.


Die Anspannung in mir lockert sich. Es ist nichts zu sehen außer Wüste, Staub und Sonne.
Vorbei an der Sultan-uiz-dagh Gebirgskette, die sich mit ihrer fast schwarzen Färbung aus dem Ocker erhebt, weiter in südöstlicher Richtung, nähern wir uns dem nächsten Ziel, Toprak-Kala.

Es war die Residenz der Könige von Khorezm. Eine riesige Ruine, die noch immer 20 Meter über dem umliegenden Land steht. Erbaut etwa im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus umfasst sie zwei große Teile, den Palast und eine Wohnsiedlung.
Mit uns erkundet eine Schulklasse das Ruinenfeld. Deutlich erkennbar der Palast.
Im Tempelkomplex fand man Spuren des Feuerkultes. Ferner gruben die Archäologen Fresken, Wandmalereien sowie Skulpturen aus. Dargestellt sind Menschen, Tiere, Vögel und phantastische Wesen. Der größte Schatz ist jedoch der Rest eines Archivs, mit Dokumenten auf Pergament und Holz. Teile sind in aramäischer Sprache geschrieben.
Der Palast hatte acht große Festräume, denen man Namen wie „Saal der tanzenden Figuren, Saal der Hirsche oder Saal des Sieges“ gab.
Die Wohnsiedlung durchzieht eine neun Meter breite Straße, von der Stichstraßen in die Häuserblocks und Werkstätten führten. Mit einem Kanalsystem brachte man Wasser aus dem Oxus, einen heute ausgetrockneten Fluss, in die Anlage. Die imposante Ruine lässt die Pracht der Vergangenheit ahnen. Versuche mir eine Stadt mit seinen Menschen und Tieren vorzustellen, verwandele die Wüste in fruchtbares Land. Mit diesen Bildern im Kopf geht es weiter Richtung Osten, wenden uns dann nordwärts und erreichen Ayaz Kala am östlichen Rand der Berge.


© Mindspectra